Bestes Apfelkuchenrezept aus der DDR – Omas Apfel mit Decke

Äpfel sind gerade der „Hit“, da die Apfelernte noch in vollem Gange ist. Mitunter braucht es ein gutes Apfelkuchenrezept (aus der DDR zum Beispiel), um die Apfelbaumfrüchte zu verarbeiten. Da habe ich natürlich eine besonders leckere Spezialität für euch – nämlich Omas Apfel mit Decke. Als Kind habe ich diesen Blechkuchen gerne gegessen, noch lieber war mir aber „Puddingkuchen“. Den müsst ihr unbedingt versuchen. Ach nee, heute geht es hier ums beste Apfelkuchenrezept aus der DDR, eine Kuchenspezialität aus Sachsen.

Omas Apfel mit Decke – Kuchenspezialität aus Sachsen mit Apfelmus

In Dresden sagen wir „Apfel mit Decke“ zum Apfelkuchen vom Blech, der mit einer Zuckergussdecke überzogen wird. Früher nahm Oma für diese sächsische Kuchenspezialität hauptsächlich Falläpfel. Könnt ihr heute ebenso machen, denn die vom Baum gefallenen Äpfel sind deswegen nicht schlechter als die abgeernteten. Matsche Stellen werden entfernt. Dann wird erst einmal Apfelmus gemacht.

Das Apfelkuchenrezept aus der DDR ist noch immer sehr beliebt. Allerdings kommt der fertige Blechkuchen heute kaum noch ans Original von früher ran, muss ich ehrlich gestehen. Was wohl daran liegt, dass sich die Zutaten geändert haben. Logisch – viele Dinge aus der DDR gibt es ja nicht mehr. Ich habe schon „gedeckten Apfelkuchen“ beim Bäcker gekauft, der fast nichts mit dem Originalrezept zu tun hatte. Von Apfelmus keine Spur, dafür waren Apfelstückchen und Rosinen drin, überdies schmeckte ich eine leichte Zimtnote heraus. Wer`s mag, gut – mein Ding war es nicht und gleich gar nicht „mein“ Apfelkuchen, wie ich ihn von früher kannte.

 

 

Wollt ihr Omas Apfel mit Decke backen, braucht ihr mehr als sieben Sachen:

  • zwei Eier von glücklichen Hühnern
  • 200 g Zucker
  • 250 g Margarine (im Originalrezept wurde dafür Streichfett „Sonja“ zum Backen, Braten, Kochen genommen) oder Butter (Oma nahm „Frische Rahmbutter“)
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 500 g Apfelmus (selbst gemacht, aus Omas Vorratskeller, alternativ aus dem Supermarkt)
  • 200 g Puderzucker (der kann auch leicht selbst hergestellt werden) und Wasser
  • 1 Prise Salz

So wird die Apfelkuchenspezialität aus Sachsen zubereitet:

Für die Apfelkuchenspezialität aus Sachsen musst du zuerst den Teig zubereiten. Dafür verrührst du Mehl, Eier und weiche Butter (oder Margarine), fügst Backpulver, Zucker und Vanillezucker hinzugefügt, verrührst das Ganze mit dem Knethaken. Ach ja, eine Prise Salz kommt noch mit hinein. Ist der Blechkuchenteig zu weich oder zu sämig, einfach etwas Mehl unterkneten. Anschließend den Apfelkuchenteig teilen und 30 Minuten kühl stellen. Nach der Ruhezeit geht es weiter. Die eine Teighälfte wird auf Backpapier mit dem Teigroller fingerdick ausgerollt. Solltet ihr keine Teigrolle besitzen, könnt ihr alternativ eine Flasche verwenden. Funktioniert wunderbar, habe ich des Öfteren schon gemacht.

Dann nehmt ihr vorsichtig das Backpapier samt ausgerolltem Kuchenteig und setzt es in ein Backblech. Mit den Daumen drückt ihr die Ränder des Teigs ringsum nach oben – also leicht gegen den Backblechrand. Ach ja, vergesst nicht, zwischenrein den Backofen vorzuheizen. Jetzt kommt das an die Reihe, was für Omas Apfel mit Decke am wichtigsten ist, nämlich das Apfelmus. Jenes wird gleichmäßig auf dem Teig verteilt, dann folgt die zweite, dünn ausgerollte Teighälfte. Die wird obenauf gelegt, und zwar so, dass sie das Blech ausfüllt. Die Teigränder an den Seiten ringsum schön andrücken, also beide Teile miteinander verbinden, sodass das Apfelmus (ähnlich wie beim Strudel) mittendrin bleibt. Das Kuchenblech in den vorgeheizten Backofen (mittlere Schiene) schieben und etwa 30 Minuten bei 180 °C backen – Ober- und Unterhitze.

Finale!

Wenn der Blechkuchen endlich fertig ist, geht es ans Glasieren. Dafür Puderzucker und Wasser miteinander verrühren, bis eine sämige Masse entsteht, und schön gleichmäßig verteilen. Omas Apfel mit Decke schmeckt am besten, wenn er die richtige Temperatur hat und ordentlich durchgezogen ist. Bestenfalls über Nacht in den Kühlschrank stellen, kurz vor dem Servieren erst herausnehmen, in rechteckige Stücke schneiden (macht man allgemein bei Blechkuchen so) und dann gut gekühlt genießen, zum „Schälchen Heeßen“ – wie wir in Dresden zum Kaffee sagen.

Wohlfühltipps für Genießer:

Wenn noch genügend Apfelmus übrig ist, ihr keine Kalorienzähler seid, könnt ihr das Mus mit Vanilleeis vermischen und einen Klecks auf Omas Apfel mit Decke geben. Oder in eine Schüssel füllen, für den Extragenuss zwischenrein. Falls Ihr andere Rezepte aus der guten alten Zeit ausprobieren möchtet, empfehle ich euch Omas bester Apfelkuchen – schnell und saftig bei „Oma kocht“.  

Noch mehr Apfelkuchenrezeptideen gefällig?

Weitere Apfelkuchen-Rezepte findet ihr bei PageWizz, dem Autorenportal, wo ich ebenfalls einige Texte veröffentlicht habe. Allerdings möchte ich euch hier die Rezeptideen meiner Autoren-Kollegen vorstellen. Die sind nämlich überaus köstlich, wenngleich es weder DDR-Kuchenrezepte mit Äpfeln noch sächsische Kuchenspezialitäten sind. Überzeugt euch selbst  …

Zum Schluss möchte ich euch den Artikel nicht vorenthalten, in dem erklärt wird, wie man Apfelmus macht, Äpfel trocknet und einfache Apfeltaschen backt.

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