Was du über Daunenkissen und Gänsefederbetten wissen solltest

nie wieder Daunenkissen und Federbetten aus Gänsefedern

Hinein in die Federn: Flauschige Daunenkissen und Gänsefederbetten sind in der kalten Jahreszeit besonders beliebt. Sie halten warm und sind herrlich kuschlig. Aber es gibt etwas, was du über Federbetten wissen solltest …

Was piekst denn da im Bett?

Ich habe mir gedacht, ich kläre meine treuen Leser von wohnenundwohlfühlentipps.de zu Jahresbeginn gleich einmal über die beliebten Daunenkissen und Gänsefederbetten auf, die derzeit so gerne in Anspruch genommen werden. Hast du ein Daunenbett? Ich selbst benutze schon seit Jahren keins mehr, weil ich damit nie so richtig „warm“ wurde. Außerdem war es ziemlich unpraktisch in Hinblick auf die Reinigung. Zu DDR-Zeiten hatten wir alle dicke Federbetten. Die Daunen steckten in roten oder blauen Inletts. Hin und wieder benötigten die Zudeckbetten eine „Frischekur“, denn sie konnten schließlich nicht in die Waschmaschine gesteckt werden.

Also machte ich es so, wie es mir beigebracht wurde: Ich öffnete mit einer Schere die Naht an einer Seite des Federbettes, steckte den Haartrockner hinein und schaltete ihn an. Dadurch wurden die Gänsefedern im Bezug durcheinandergewirbelt und „Verklumpungen“ gelöst. Hernach wurde die geöffnete Stelle wieder zugenäht und das auf diese Art „gelüftete“ Daunenkissen konnte frisch bezogen wieder zum Einsatz kommen. So mollig das Zudeckbett auch war, mich nervten die Spitzen der Federn, die sich an einigen Stellen durch das Inlett bohrten und unangenehm pieksten. Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und entsorgte mein altes Gänsefederbett. Dafür kaufte ich eine Zudecke, die im Winter ebenso wärmt, jedoch nicht piekst und überdies in der Maschine gereinigt werden kann.

 Qualvoller Lebendrupf der Gänse für Daunenindustrie

Gänse leiden Höllenqualen damit der Mensch es kuschlig warm hat!

Nun komme ich aber zu dem Punkt, der mir besonders am Herzen liegt: Viele Menschen, du vielleicht auch, glauben ja, dass die Federn der Mauser der Vögel zu verdanken sind. Die ausgefallenen Gänsefedern werden von Hand aufgelesen und später gereinigt, um damit hochwertige Kuschelkissen und flauschige Daunendecken zu füllen. Das ist jedoch ein Irrglaube, der bequemer als die bittere Wahrheit ist. Die möchte gar nicht jeder kennen. Ohne schlechtes Gewissen lässt es sich während der kalten Jahreszeit viel gemütlicher „in den Federn liegen“.

Die grausame Wahrheit ist die, dass Gänse bei lebendigem Leibe gerupft werden, um an die begehrten Daunen im untersten Teil ihres Gefieders zu kommen. Die Tiere schnattern dabei nicht vor Glück, weil es ihnen Spaß macht, ihre Flaumfedern zu opfern. Nein, sie schreien vor Schmerzen, denn der Lebendrupf bedeutet für Gänse weiter nichts als moderne Folter. Mitunter kommen dabei nämlich sogenannte „Rupfmaschinen“ zum Einsatz, an denen die Schnattertiere befestigt werden. Eigentlich ist Lebendrupf in Europa seit 1999 verboten und diese Apparate sollten auch nur bei bereits verendeten (und geschlachteten) Geflügel zum Einsatz kommen. EIGENTLICH! Doch der Mensch ist grausam, wenn er Profit sieht. Den bringen gut gefüllte Daunenkissen und Gänsefederbetten ja nun einmal nur in Massen. Also werden die armen Gänschen von rabiaten Maschinen gerupft, brechen sich dabei die Flügel und erleiden andere Wunden. Manche sterben dabei sogar vor Angst.

Die Tiere bluten, damit der Mensch es kuschlig warm im Bett hat. Macht das Sinn? Übrigens, Gänsedaunen werden nicht nur zum Füllen von Kissen und Bettdecken verwendet. Trägst du aktuell eine mollige Daunenjacke, weil es draußen eiskalt, stürmisch und ungemütlich ist? Da stecken sie auch drin, die flaumigen Federn der qualvoll gerupften Gänse.

blutige Gänsefedern im Daunenbett

Tierschutz fängt im Kopf an – denke um, verzichte auf Daunenkissen, Gänsefederbetten und Daunenjacken: Lebendrupf der Gänse ist Tierquälerei!

3 Kommentare

    • Nun denn, wer eigene Gänse hält, schlachtet sie bestimmt irgendwann oder lässt sie schlachten. Wenn einer toten Gans die Federn ausgerupft werden, mag das noch human fürs Tier sein. Es merkt ja nix mehr davon. Früher war es so und so anders. Da ging es weniger um den Profit und es gab gleich gar nicht solche bescheuerten Rupfmaschinen.

      • Außerdem, ob in Daunenjacke oder Federbett, ist nicht einmal gesagt, dass in den Produkten tatsächlich 100 Prozent Gänsefedern drinnen stecken. Nicht einmal dann, wenn ein Artikel auf seinem Etikett „reine Gänsedaunen“ aufweist, ist das auch wirklich sicher. Zehn Prozent der Daunendecke kann durchaus mit Entenfedern versehen sein. Und wenn nur „Gänsedaunen“ auf dem Etikett der Bettdecke steht, können sogar 30 Prozent der Federn von der Ente stammen. Es handelt sich dabei nicht einmal um Verarsche, denn die Hersteller sind nicht verpflichtet, konkrete Angaben zu machen. Aber egal welches Federvieh gerupft wird, damit Mensch es kuschlig warm hat, es sollte niemals bei lebendigem Leibe geschehen.

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